Nur noch eine Woche

Gestern hieß es, wir würden noch 15x wach, und heute diese Überschrift?

Nein, kein Fehler unsererseits. Auch läuft die Zeit nicht so im Sauseschritt.
Aber es ist nur noch eine Woche bis zur Einstimmung auf den Weihnachtsmarkt: bis zum Adventlichen Hoffest bei Jutta Profitlich und Herbert Schart in Oberauroff.

Adventliches Hoffest

01. Dezember 2018
ab 11 Uhr
auf dem Archehof in Oberauroff

Es wird allenthalben fleißig gewerkelt, vorbereitet, genäht und gestrickt.

Und auch Bürgergärtnerin Myriam saß viele Abende an der Nähmaschine. Damit ArchehofbesucherInnen (und Weihnachtsmarktgänger) schöne Kirschkern-Handwärmer angeboten bekommen.

Der Countdown läuft

15 Mal werden wir noch wach

Auch wenn die Adventszeit offiziell noch nicht begonnen hat, für BürgergärtnerInnen gilt bereits:

„15 Mal werden wir noch wach“,
bis wir am 7. Dezember die Klappläden unseres
Weihnachtsmarktstandes auf dem König-Adolf-Platz öffnen.

Und 2,5 Tage lang anbieten, was Garten und Hexenküche an
Heilprodukten und Naturkosmetika, Deko- und Nutzartikeln, Schönheits- und Entspannungsprodukten.

Um die Vorfreude zu steigern, werden wir das eine oder andere „Kalendertürchen“ schon vorher öffnen und als Sneak Preview zeigen, was wir uns alles ausgedacht haben und für Sie hergestellt haben. Garantiert biologisch, dynamisch, freilaufend und legefrisch, sozusagen.

Das erste Türchen öffnen wir heute:

Für ganz Ungeduldige

Wer nicht bis zum Weihnachtsmarkt vom 7. – 9. Dezember 2018 warten mag,
besucht uns an unserem Stand mit ausgesuchter Vorauswahl unserer Gartenprodukte auf dem

Adventlichen Hoffest des Archehof Oberauroff am
Samstag, 1. Dezember 2018, ab 11 Uhr (bis ca. 17.30 Uhr)

Beginn der Winterfütterung

Die Pflanzen sind jetzt zum großen Teil winterfest gemacht und die Flora kann damit quasi in den Winterschlaf gehen.

Auch viele Tiere haben dies bereits getan oder werden es demnächst tun. Für die Igel sind z.B. am Kompost und an den Waldsäumen Ecken mit hohen Blätterhaufen verblieben, damit sich die stacheligen Gesellen dort im wahrsten Sinne des Wortes einigeln können.

Andere Tiere wie die Eichhörnchen halten lediglich Winterruhe. Gerade nach einem so dürren Sommer wie dem diesjährigen ist es wichtig, daß wir ihnen auch und gerade über die Wintermonate Futter an geeigneten Futterstellen anbieten. Zumal sie bis zu 90% der selbst vergrabenen Vorräte selbst in schneearmen Wintern nicht mehr wiederfinden.

Dabei muß es nicht unbedingt ein spezieller sog. Futterautomat für Eichhörnchen sein.

Wer wenig Platz hat, zum Beispiel auf dem Balkon, der kann ein einem normalen Vogelfutterhaus viele verschiedene Nahrungsangebote für Eichhörnchen und Singvögel machen – im Winter kommen sich die kleinen Kerlchen auch nicht ins Gehege (im Frühjahr wird das Eichhörnchen dann wieder zum Nisträuber für Singvogelgelege). Sie arrangieren sich einfach durch unterschiedliche Besuchszeiten an der Futterstelle.

Mareike sortiert die Sonnenblumen- und Amaranthsämereien, die den Vögeln, z.T. auch mit Rindertalg vermengt, im Winter angeboten werden.

Den Standort wählt man so, daß Nachbars Katze nicht ohne weiteres an das Futterhäuschen gelangen kann. Zudem sollte für die Vögel eine möglichst kurze Fluchtdistanz in das nächste Gebüsch oder auf einen Baum bestehen. Und wenn tatsächlich Bäume in der Nähe sind, freuen sich auch die Eichhörnchen, die ebenfalls gerne von und nach oben auf ihrer Futtersuche turnen.

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Wo überwintern Insekten, Reptilien und andere Kleintiere?

Auch kleinere Tiere wie Kerb- und Gliedertiere (Insekten, Spinnen, Asseln etc.) sowie kleine Echsen, Bilche wie die Haselmaus und andere brauchen jetzt Überwinterungsquartiere.

Gliedertiere nutzen dafür natürlich gerne bereits vorhandene Insektennisthilfen. Die anderen sind auf Ritzen und Spalten in und an Gebäuden und Mauern angewiesen, die sie vor Wind und Wetter ausreichend schützen.

Die BürgergärtnerInnen haben daher nochmal – trotz der inzwischen eher frischen Temperaturen – die Ärmel hochgekrempelt, nicht nur im übertragenen Sinne: Wir bauen eine weitere Trockenmauerstruktur, die diejenige unserer Kräuterspirale ergänzen wird.

Auch der Herbst hat schöne Tage

Die Sonne steht tiefer, das Licht wird weicher.
Die Gründüngung ist ausgebracht.
Und so langsam fühlt man auch, daß das Vegetationsjahr sich dem Ende zuneigt.

Noch arbeiten wir problemlos im dünnen Hemd – zumal es noch genug zu tun gibt, ehe wir in die Winterpause gehen.

Denn wir machen nicht nur alles winterfest – wir beginnen auch mit den Arbeiten, um die Beete auszubessern, neue aufzustellen, die Gartenküche zu installieren (damit wir Euch in 2019 dann auch direkt verköstigen können) und vieles mehr.

 

Hier die kleine virtuelle Tour durch den Herbstgarten. Und an den Wochenenden freuen wir uns auch weiterhin über Besucher – auch zu unseren letzten Veranstaltungen der Saison.

Ausgezeichnet!

Mit stolzer Freude haben wir einen zweiten Preis beim bundesweiten Pflanz-Wettbewerb „Deutschland summt! – Wir tun was für Bienen“ entgegennehmen dürfen. Das war eine wunderbare Bestätigung dessen, was wir im und mit dem Bürgergarten Idstein (auch) erreichen wollen: Biodiversität erhalten und Bestäuber schützen und (unter-)stützen.

Jetzt, da unsere Kräuterspirale auch bepflanzt ist und sogar jetzt, im Oktober, noch blüht, gelingt das sicherlich noch ein kleines Stückchen besser (die Blühflächen des Sommers sind in unserem Wettbewerbsbeitrag nochmal schön zu sehen gewesen).

Die Kräuterspirale des ÖkoWerk in Berlin-Teufelssee sieht nach diesem dürren und heißen Sommer leider auch ein wenig mitgenommen aus. Dennoch ist sie für das Überleben der bestäubenden Insekten eine zentrale Struktur im naturnahen Ökogeflecht, das die Berliner für Umweltbildung und Naturschutz aufgebaut haben. Auf jeden Fall eine Reise wert!

Der 1. Vorsitzenden der Bürgergartengesellschaft e.V., Dr. Birgit Anderegg (Mitte), ist die Freude über die Anerkennung durch die 5-köpfige Jury ins Gesicht geschrieben, mit der die Leistung und das Engagement der BürgergärtnerInnen Idstein belohnt wurden.

Die „Drei Wege zum Erfolg“, die die Initiative „Deutschland summt!“ beschreiten möchte, sieht auch zentrale Punkte unseres Anliegens, das wir mit dem Bürgergarten Idstein verfolgen.

Umso mehr freuen wir uns, daß es in Deutschland so viele Gleichgesinnte gibt, wie wir in Berlin erfahren durften. Wir tun was für Bienen – und dafür, daß möglichst viele (IdsteinerInnen) uns dabei unterstützen. Im Bürgergarten, auf dem eigenen Balkon oder im Vorgarten von Haus und Firma.

Jana, Jan, Birgit, Myriam, Ellen, Sabine und Axel strahlen stellvertretend für insgesamt ca. 20 BürgergärtnerInnen über die Anerkennung, die auch die Idsteiner Zeitung in einem Bericht und einem Zeitungskommentar unterstrichen hat.