… und fertig ist das Insektenhaus!

Ruckzuck sind die ersten Mieter eingezogen (was da nach nur 3 Tagen schon etliche Löcher belegt hat, ist vermutlich eine Lehmwespe).

Was für ein schöner Auftakt zu unserer losen Veranstaltungsreihe:

Rolf vom BUND Idstein und sein Sohn Florian hatten zusammen mit Jana die Insektenwand super vorbereitet und große Haufen artgerechtes Nist- und „Kuschel“material aus der Natur zusammengetragen. Das haben wir auch alles gut brauchen können, denn unter den knapp 100 kleinen und großen Gartengästen waren jede Menge eifrige HotelbauerInnen.

Wer so fleißig arbeitet, soll natürlich auch gut und gesund essen und trinken. Holunderblütensaft mit leuchtend bunt belegten Broten zum Beispiel. Hanne hat den frischen Spinat, das Mairübchenkraut und die Kresse so appetitlich mit unseren knallig roten Demeter-Radieschen „Marike“und zartlila Schnittlauchblüten dekoriert, daß uns zeitweise sogar das Brot wegen der großen Nachfrage ausgegangen ist. Egal, gab’s Spinat pur, denn viele Kinder haben uns ganz überrascht verraten: „Eigentlich mag ich gar keinen Spinat. Der hier schmeckt aber richtig gut.“

Die Wildbienen, Florfliegen, Faltenwespen, Schmetterlinge & Co. haben jetzt eine schöne Nistwand, deren erste Zimmer schon innerhalb von 48 Stunden belegt worden sind. Und wir BürgergärtnerInnen stimmen dem Urteil vieler der Kinder zu: „Das war SO ein schöner Tag!“

Im Namen der Insekten im Bürgergarten danken wir all den fleißigen BaumeisterInnen !

Snack Attack

Nicht nur wir BürgergärtnerInnen freuen uns auf die Kinder, die uns am 19. Mai beim Bau unseres großen Wildbienen-Hotels helfen wollen. Auch die Pflanzen zeigen sich in schönster Pracht – knackig frisch auf den Gartentisch wird sicher auch der eine oder andere kleine Hunger der kleinen Baumeister zu stillen sein.

Die Erbsen sind zwar noch nicht ganz so weit, als daß sie morgen von unseren fleißigen kleinen Baumeistern genascht werden könnten. Aber sie zeigen sich schon vielversprechend und recken nicht nur die Ärmchen nach Kletterhilfen aus, die wir so langsam anbieten sollten; sondern drehen auch ihre Blütenköpfe ins Licht. Das verspricht leckere Zuckererbsen.

Der Spinat hingegen kann es offenbar kaum abwarten. Vor lauter Aufregung hat er schon Blütenstände angesetzt. Aber keine Sorge, in frühmorgendlicher Frühe haben wir sie heimlich wieder abgeknipst, damit die Pflanze nicht schießt, Nitrat anreichert und damit bitter wird. Nur ein paar Blütenstände stehen noch – wir wollen ja fürs kommende Jahr Demeter-Saatgut ziehen.

Und die Radieschen lassen sich ebenfalls nicht lumpen – das „-chen“ müßte man eigentlich aus ihrem Namen streichen: Das eine oder andere rote Kerlchen macht einem ausgewachsenen Radi inzwischen locker Konkurrenz.

Vorkoster Urteil:

Höchst delikat,
super frisch und
richtig gesund und lecker!

Pankratz macht dem Sommer Platz

Der 12. Mai ist dem Hl. Pankratius gewidmet, demjenigen der „Eisheiligen“, der der Patron der jungen Saat und Blüte ist.

Über den Bürgergarten hat er offenbar seine schützende Hand in diesem Jahr gehalten, denn der Blühstreifen leuchtet fröhlich in Gelb (Ackersenf) und violett (Pyrenäenstorchenschnabel), und die Honigbienen und Hummeln fliegen eifrig die Rotkleeblüten an.

Auch wir selbst können die ersten Blüten schon genießen:
Schnittlauchblüten sind leckerste Hingucker in der Spargel-Grießsuppe.

Die Pflanzgefäße für die Tomatenpflänzchen sind inzwischen auch vorbereitet. Denn am 15. Mai sind die Eisheiligen mit der Kalten Sophie dann wirklich vorüber und „Pankratz macht dem Sommer Platz“, wie die alte Bauernregel besagt.

Bürgergarten Idstein on Tour

Heute haben wir den „großen Bruder“ des Bürgergartens besucht: die „Freunde des Palmengartens“ mit ihrer alljährlichen Pflanzenbörse. Wie immer verbunden mit einem Abstecher in den Botanischen Garten, auch für neue Anregungen, die wir „schrumpfen“ und in den Bürgergarten transplantieren können.

Gesunde Pflanzen und Keimlinge, die den Weg nach Idstein fanden;
leckere selbstgebackene Kuchen, die direkt in den Magen umgeleitet wurden;
angenehme Gespräche und wunderbarstes Wetter:
Bürgergarten Idstein on Tour – wenn Engel reisen 🙂

Alles Grün bei uns

Es ist schon ein staunenswertes Wunder, das uns da jedes Jahr im Frühling mit neuem Werden und Wachstum beschert wird. Nicht nur Kinder reißen die Augen auf, wenn sie sehen, in wie kurzer Zeit sich das junge Grün mit Macht Bahn bricht, wo noch Tage vorher alles wie tot schien.

Auch im Bürgergarten geht es jetzt schnell. Vor genau zwei Wochen wurde unser Saatgut geliefert. Und wir waren gar nicht so sicher, ob die Temperaturen wirklich schon so vertrauenswürdig sind, daß wir es gleich ausbringen sollten. Immerhin waren auch einige der Wildkrokusse noch eher vorsichtig damit, ihre Köpfe aus der Erde zu strecken.

Daher ging auch Einiges erstmal in das kleine Gewächshaus, das Wilfried uns freundlicherweise nicht nur zur Verfügung stellt, sondern sich auch noch um das regelmäßige Gießen kümmert.

Die Gewächshausanzucht spross schon 7 Tage später – hatten es ja auch schön kuschelig feucht-warm, die Samenkörnchen.

Aber auch die Direktaussaat im Freiluftbeet, ohne Frühkulturschutz, ist schon 7 Tage später gut aufgekommen (okay, zunächst nur die Kresse und die Krause Petersilie…).

Und jetzt, genau zwei Wochen nach Saatgutlieferung, können wir quasi zuschauen, wie jeden Tag eine weitere Gemüse- oder Kräuterart ihre ersten grünen Spitzen zeigt.