Von Schafen und Menschen

Grandioser Abschluß der diesjährigen Gartenveranstaltungen am vergangenen Samstag:
Goldener kann ein Oktobertag nicht sein!

Bei zauberhaftem Herbstlicht leuchteten die Farben der selbstgesponnenen und -gefärbten Wolle von Rebecca Henkel als warmer Blickfang der Saisonabschlußveranstaltung im Bürgergarten. Knapp 100 Gartengäste strömten drei Stunden lang zu Henkels Spinnvorführung.

Daß eine kurze Einführung in diese alte, langsam vergessene Kulturtechnik dann doch nicht ausreicht, um zu einer Meisterin wie Henkel selbst zu werden, hat den Spaß derjenigen nicht gemindert, die sich einmal selbst daran versucht haben.

Klein und Groß wurden genauso vom zweiten Blickfang in den Bürgergarten gezogen: den zwei lebenden Vliesproduzenten vom Arche-Hof in Oberauroff, die Herbert Schart und Jutta Profitlich uns für den Tag in den Garten quartiert haben.

Danke für die erste Saison

Damit bedankt sich der Bürgergarten bei allen, die uns durch ihre Mitarbeit im Garten, die interessanten Gartengespräche, ihren Besuch bei unseren Veranstaltungen und Ihre Spenden in unserem ersten Gartenjahr so grandios unterstützt haben.

Und hat es viel Spaß gemacht – und wir feilen bereits an neuen Veranstaltungsideen für das Gartenjahr 2019

Davor aber sehen wir uns vom 7. – 9. Dezember 2019 auf dem Weihnachtsmarkt –
mit unseren Gartenprodukten auf dem König-Adolf-Platz.

Wollig-molliger Saisonabschluß

Im Bürgergarten Idstein werden nicht nur die Pflanzen für den kommenden Winter vorbereitet – auch die ganz besondere Saisonabschlußveranstaltung paßt zur herbstlichen Stimmung:

Kleine und große BesucherInnen sind eingeladen, dem Weg der Wolle vom Schaf über das Wollknäuel zum wollenen Kleidungsstück zu folgen.

Rebecca Henkel, Künstlerin und Kunsthandwerkerin aus Oberjosbach, ist nicht erst seit ihren Spinnvorführungen auf der gerade zuende gegangenen Landesgartenschau in der Region als Produzentin ganz besonderer Wolle und Wollprodukte bekannt. Wer ihr beim Spinnen noch nicht zugesehen hat oder ihr bei dieser faszinierenden Tätigkeit mal wieder zuschauen will, kann dies am Samstag, 20. Oktober, zwischen 14 und 17 Uhr im Bürgergarten tun

Henkel informiert dabei hochinteressant vom Weg, den der Spinnfaden bereits vom geschorenen Vlies über die „Flocke“ und das Kardieren genommen hat. Und wer mag, kann sich unter Henkels Anleitung sogar mal selbst an ein Spinnrad setzen und sich daran probieren, den Faden zu zwirbeln.

Ergänzt wird die Veranstaltung durch die Anwesenheit lebender Wolllieferanten:
Mehrere Schafe des Archehofs Oberauroff von Herbert Schart werden ebenfalls während der Veranstaltung im Bürgergarten sein. Sie führen Kindern und Erwachsenen im direkten Vergleich mit Henkels Ausgangsmaterial vor Augen, warum ein nicht entfettetes, ungezupftes Vlies sich noch nicht so recht zur Verspinnung eignet.

Eine Auswahl kuscheliger Woll- und Wollfilzprodukte, zu denen der gesponnene Faden dann weiterverarbeitet wird, steht für den direkten Erwerb ebenfalls zum Saisonabschluß im Bürgergarten bereit – schließlich ist Weihnachten schon in Sicht, und jeder freut sich über ein Geschenk, das genauso schön und individuell wie mollig warm ist.

Mit Schafen und Spinnrad

20.10.2018

14.00 – 17.00 Uhr

Bürgergarten Idstein
Dammühlenweg

Ausgezeichnet!

Mit stolzer Freude haben wir einen zweiten Preis beim bundesweiten Pflanz-Wettbewerb „Deutschland summt! – Wir tun was für Bienen“ entgegennehmen dürfen. Das war eine wunderbare Bestätigung dessen, was wir im und mit dem Bürgergarten Idstein (auch) erreichen wollen: Biodiversität erhalten und Bestäuber schützen und (unter-)stützen.

Jetzt, da unsere Kräuterspirale auch bepflanzt ist und sogar jetzt, im Oktober, noch blüht, gelingt das sicherlich noch ein kleines Stückchen besser (die Blühflächen des Sommers sind in unserem Wettbewerbsbeitrag nochmal schön zu sehen gewesen).

Die Kräuterspirale des ÖkoWerk in Berlin-Teufelssee sieht nach diesem dürren und heißen Sommer leider auch ein wenig mitgenommen aus. Dennoch ist sie für das Überleben der bestäubenden Insekten eine zentrale Struktur im naturnahen Ökogeflecht, das die Berliner für Umweltbildung und Naturschutz aufgebaut haben. Auf jeden Fall eine Reise wert!

Der 1. Vorsitzenden der Bürgergartengesellschaft e.V., Dr. Birgit Anderegg (Mitte), ist die Freude über die Anerkennung durch die 5-köpfige Jury ins Gesicht geschrieben, mit der die Leistung und das Engagement der BürgergärtnerInnen Idstein belohnt wurden.

Die „Drei Wege zum Erfolg“, die die Initiative „Deutschland summt!“ beschreiten möchte, sieht auch zentrale Punkte unseres Anliegens, das wir mit dem Bürgergarten Idstein verfolgen.

Umso mehr freuen wir uns, daß es in Deutschland so viele Gleichgesinnte gibt, wie wir in Berlin erfahren durften. Wir tun was für Bienen – und dafür, daß möglichst viele (IdsteinerInnen) uns dabei unterstützen. Im Bürgergarten, auf dem eigenen Balkon oder im Vorgarten von Haus und Firma.

Jana, Jan, Birgit, Myriam, Ellen, Sabine und Axel strahlen stellvertretend für insgesamt ca. 20 BürgergärtnerInnen über die Anerkennung, die auch die Idsteiner Zeitung in einem Bericht und einem Zeitungskommentar unterstrichen hat.

Duftiger Blickfang

Kräuterspiralen ermöglichen die Schaffung von 3 – 5 Kleinklimazonen, in denen dann Pflanzen mit unterschiedlichen Boden-, Licht- und Wasser-/Trockenheitsansprüchen gedeihen können.

Sie lassen sich gut als Trockenmauerstrukturen erstellen, was den Zusatznutzen birgt, daß sich in den Fugen Schutz-, Nist- und Ruhezonen für Insekten, Echsen und andere Kleintiere ergeben.

Außerdem sieht das Ergebnis gut aus und duftet auch ganz wunderbar – bei uns ist es eine Mischung aus über 30 Würzpflanzen, die jetzt ihren Duft verströmen.

Vor dieses Ergebnis, auf das die BürgergärtnerInnen durchaus ein bißchen stolz sein dürfen, hatte Göttin Demeter allerdings schon einiges an Schweiß und Knochenarbeit gesetzt – angefangen vom Schlagen der Faulschieferbrocken im Steinbruch bei Steinfischbach.

Da ein Bild mehr als 1000 Worte sagt, erzählen wir die Entstehungsgeschichte des neuesten Hinguckers im Bürgergarten doch einfach in Bildern.

Erfolgreiche Kunstwandeln-Premiere

Eigentlich wünschen wir BürgergärtnerInnen uns ja seit Wochen nichts sehnlicher als Regen, Regen, Regen.

Zur gestrigen Premiere der losen Reihe „Kunstwandeln“ mit Werken und Skizzenbüchern von Manfred Lindner war er uns willkommen, der azurblaue Himmel – wie gemalt!

Auch der Termin – parallel zum „Tag des Offenen Denkmals“ mit dem Höfefest in der Weiherwiese – war offenbar gut gewählt. Über BesucherInnen-Mangel konnten wir uns auf jeden Fall nicht beklagen. Über die gut zwei Stunden der Kunstausstellung im Bürgergarten haben uns ca. 70 Interessierte besucht.

Und so mancher, der auf dem Weg zum Apfelweinfest war, hat doch lieber erstmal kräftig beim farbenfroh-appetitlichen Bürgergarten-Angebot zugegriffen (an dieser Stelle unser Dank für die Unterstützung von Der Weinladen).

Lindners Werke haben angeregte Gespräche und bewunderndes Staunen ausgelöst, so detailgetreu und realistisch bis in die kleinste Blatt- oder Insektenflügel-Ader hinein sind sie.

Lindner selbst (im obigen Foto im Gespräch mit BürgergärtnerInnen Sabine und Myriam) stand ebenso informativ wie sympathisch über die Stunden des Kunstwandelns den interessierten Gartengästen zur Verfügung…

… zu denen zu unserer freudigen Überraschung auch IZ-Redakteur Jung gehörte.
Wir sind gespannt auf seinen Zeitungsartikel.

Zeichnungen und Gemälde einmal nicht von hölzernen Rahmen, sondern von den natürlichen Vorbildern selbst eingerahmt – ein Konzept, das sich bei der Premiere seiner Umsetzung als genauso stimmig und besucher-attraktiv erwiesen hat, wie wir es uns erhofft hatten.

Objekte aus der Natur und regionale Künstler, die diese in der einen oder anderen Form als Inspiration wählen, gibt es mehr als genug.

Lassen Sie sich also überraschen, wen wir als nächstes mit seinen oder ihren Werken bei einer weiteren Auflage von „Kunstwandeln“ im Bürgergarten präsentieren.

Die Termine werden rechtzeitig in unserem Veranstaltungskalender bekanntgegeben.

Von der Schönheit der Natur

Auftakt "Kunstwandeln" mit Arbeiten und Skizzenbüchern von Manfred Lindner, Bad Camberg

Der Künstler Manfred Lindner zeigt am

Sonntag, den 09. September
von 11 – 13 Uhr
im Bürgergarten Idstein

in entspannter, sommerlicher Atmosphäre Zeichnungen, Studien und Naturillustrationen.

Für das leibliche Wohl sorgen die BürgergärtnerInnen.

Wir heißen Sie willkommen zu einem wunderbar entspannten Auftakt eines ereignisreichen Tages, der Sie vielleicht auch noch auf das Apfelweinfest am Felsenkeller und in die historischen Höfe der Weiherwiese am Tag des Offenen Denkmals führt.

Der Bürgergarten Idstein versteht sich als Begegnungsstätte für Kultur und Hortikultur.

Und so, wie man Gärten aktiv anlegen und pflegen oder einfach nur lustwandelnd genießen kann, so kann man Kultur selber schaffen – oder „kunstwandelnd“ genießen.

Den aktiven, kunstschaffenden Teil haben wir gerade in seiner zweiten Auflage hochkonzentriert erlebt: MitBürger im Garten hat wieder Menschen im Alter von 9 – 60+ angezogen … und es war wieder schön zu sehen, wie alle im selben Eifer verbunden waren, völlig unabhängig von der Anzahl der grauen Haare.

Foto: Manfred Lindner

Den passiv-genießenden Teil gibt es mit unserer losen Veranstaltungsreihe „Kunstwandeln“, der am kommenden Sonntag Premiere feiern wird:

Die Natur ist das große Thema des freischaffenden Künstlers Manfred Lindner, ob in der freien Kunst, als Illustrator oder als Imker und Gründer der Initiative Blühendes Bad Camberg. Nach seinem Kommunikationsdesignstudium in Mainz hat er sein Atelier in Bad Camberg aufgeschlagen und sich auf Naturthemen spezialisiert. Seit über 20 Jahren ist er als freischaffender Illustrator in diesem Bereich für zahlreiche Designstudios, Werbeagenturen und Verlage im deutschsprachigen Raum tätig.

Die Schönheit der Natur findet Manfred Lindner im Detail:
Ein einzelnes Blatt, ein toter Ast, ein alter Apfelbaum sind die Motive mit denen Lindner sich in seiner Kunst auseinandersetzt. So werden diese meist unscheinbaren Relikte der Natur zu Kunstobjekten.

Beim Kunstwandeln im Bürgergarten öffnet Lindner auch einige seiner Skizzenbücher und gewährt Einblick in die Arbeit eines Illustrators und freischaffenden Künstlers, der sich ganz der Natur verschrieben hat.

Anfahrt:

Anfahrtsskizze Bürgergarten am Dammühlenweg

Parkmöglichkeiten:

  • Parkplatz der Pestalozzi-Schule am Schloß
  • Parkdeck am Hexenturm
  • Parkplatz an der Zissenbach