Weniger ist mehr – Unterhaltsamer Workshop zu Umweltschutz & Müllvermeidung

Das große Thema „Klima- und Umweltschutz“ müssen wir angehen. Jetzt!

Aber ist das nicht etwas für die große Politik?
Was kann jede:r von uns dazu beitragen, daß die Erde enkeltauglich bleibt?

Komm zu unserem Workshop, der garantiert neue Ideen für Dich bereit hält.

„Weniger ist mehr“ ist die Devise, die wir alle ohne Verzicht, ohne finanziellen Mehraufwand und ohne große Umstellungen in unser tägliches Leben bringen können.

Egal, ob Du 17 oder 71 bist.
Egal, ob Du Dir darüber schon jemals Gedanken gemacht hast oder zum ersten Mal aktiv an dieses Thema gehst.

Eva-Maria Blumenroth und Franz Keil, die Ihr vom Unverpackt-Laden „freiTag“ kennt, haben einen ganzen Blumenstrauß an Ideen im Gepäck.
Die wenden wir dann gleich an, um gemeinsam auf unterhaltsame Weise darüber nachzudenken, was wir schon gut machen, was aber noch besser geht.

Jede:r kann was tun

Die heftigen Starkregenfälle und schrecklichen Überschwemmungen in NRW und Rheinland-Pfalz haben uns einmal  mehr furchtbare Bilder vor Augen gehalten. Bilder von dem, wie unser Handeln im Kleinen sehr große, katastrophale Auswirkungen haben kann.

Aber zum Glück ist auch das Gegenteil richtig:
Viele kleine Schritte für die Umwelt, für das Klima und für den Schutz von Boden, Wasser und Luft können zusammen so viel Wichtiges bewirken!

Manche von uns sind schon sehr viele dieser kleinen Schritte in Sachen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und ökologisches Bewußtsein gegangen. Andere fangen erst damit an. Aber wir können alle weiter voneinander lernen.

 

Eva und Franz vom Unverpackt-Laden unterstützen uns dabei, mit ihrem Freiluft-Workshop „Weniger ist mehr“.

Kommt mit uns in den Austausch, wie wir ohne Aufwand, Verzicht oder große Investitionen dazu kommen können, unseren Beitrag zu einer enkeltauglichen Erde zu leisten.
Und dabei haben wir auch noch jede Menge Spaß und gute Laune – versprochen.

Workshoptermin: 01. August, 11 Uhr im Bürgergarten

Kommt vorbei, habt Spaß und findet heraus, wie und warum weniger tatsächlich mehr ist.

Wie immer offen für alle und kostenfrei.

Kinder sind unsere Zukunft

November. Die Gartenarbeiten gehen so langsam ihrer Winterpause zu.
Aber Bürgergärtner*innen sind ja noch in ganz anderer Mission unterwegs, denn Umwelt- und Ernährungsbildung ist unser gemeinnütziger Auftrag, aber auch eine Herzensangelegenheit.

Und so freuen wir uns ganz besonders, wenn wir in Schulen eingeladen werden. Das war in der ersten Novemberhälfte sogar gleich zweimal der Fall.
Am 1. November durften wir an der Abschlußveranstaltung der „Woche für Vielfalt und Wertschätzung“ dabei sein. Eine tolle Sache, die die Schülervertretung der Integrierten Gesamtschule im Nachbarort Wallrabenstein auf die Beine gestellt hat. Tolle Veranstaltungen und Angebote, die das Nachdenken darüber anregten, was wir alle – auch wenn wir vielleicht erst 10 Jahre alt sind – dazu beitragen können, damit unsere (Um-)Welt und Gesellschaft ein kleines Stück besser werden kann.

Zum Abschluß gab’s eine Podiumsdiskussion mit Politikern von SPD, Bündnis 90/Grüne und CDU sowie dem jungen Politaktivisten Dominik Lawetzky – und wir müssen sagen: Beeindruckend, was dieser junge Mann weiß und wie ruhig, pointiert und überzeugend er damit das Politeinerlei der Etablierten auszustechen und seiner hohlen Phrasen zu entkleiden weiß.

So haben wir Bürgergärtner*innen den Schüler*innen an unserem vielfältigen Infotisch ein bißchen was dazu mitgeben können, wie in der Natur und Umwelt alles mit allem zusammenhängt.
Und wir selbst haben etwas von Lawetzky mitnehmen dürfen, der uns zeigte, daß man mit Blick auf Klimawandel und Umweltzerstörung nicht ohne Hoffnung bleiben muß, solange es solche engagierten und klugen Köpfe in den nachfolgenden Generationen gibt. Sie sind die echten #ZukunftsgestalterVorOrt.

Schon 10 Tage später stehen wir schon wieder in einer Schule – bzw. in einem Schulgarten, nämlich demjenigen der Max-Kirmsse-Schule in Idstein.
Wenn man das schon als Garten bezeichnen kann, was sich Lehrerin Anna Conrad und ihre Garten-AG da als Aufgabenfeld gesucht haben.

Schüler*innen der MKS haben das eine oder andere Defizit in der „emotionalen und sozialen Entwicklung“, sind psychisch krank oder haben sonstwie einen Anspruch auf Förderung im Bereich der geistigen Entwicklung. Daher denken wir, daß ihre Persönlichkeit auch besonderen Schutzes bedarf, so daß wir hier keine Fotos von unserem Gartentag zeigen, auf dem die Kinder und Jugendlichen zu sehen sind. Statt dessen ein paar Fotos dessen, was wir beim Eintreffen am Morgen unseres gemeinsamen Schulgartentages vorgefunden haben.

Und wir können sagen:
Es war ein toller Tag. Und wir Bürgergärtner*innen haben sehr viel von den jungen Menschen gelernt, die uns an diesem Tag unterstützt haben. Wie Motivation (oder auch das Gegenteil davon) aussieht, das haben sie uns unverstellt gezeigt – und uns mit ihrem Engagement regelrecht begeistert. Wir freuen uns schon auf das Frühjahr, wenn wir den nunmehr von Totholz, Brennesseln und Gras befreiten Platz bepflanzen und den MKS-Schüler*innen vielleicht einen bunten, freundlichen Rückzugsraum schenken konnten.

Nicht nur ein Apfelbäumchen pflanzen

Der internationale Klimastreik-Tag am 20. September, mit seinen weltweiten Demos, war für uns BürgergärtnerInnen willkommene Gelegenheit, um ein Zeichen für Umwelt- und Klimaschutz zu setzen.

Schon Martin Luther soll gesagt haben: „Und sollte morgen die Welt untergehen, so würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Wieviel mehr Grund haben wir heute, da wir der schon partiell unumkehrbareren Zerstörung unserer Umwelt ins Auge sehen müssen? Alleine die Hälfte der Wildbienenarten Deutschlands sind bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht – immerhin über 250 Arten!

Und so haben wir uns auch nicht mehr mit Demonstrationen und Forderungen aufgehalten, sondern gleich zwei Apfelbäume gesetzt, die wir von der Unabhängigen Liste gespendet bekommen haben, die sofort von unserer Aktion begeistert war.

Die beiden kräftigen Bäume stehen für zwei klimawichtige Aspekte, was wir alle wieder viel mehr berücksichtigen müssen:
– alte Sorten rekultivieren, zum Erhalt und der Stärkung der Biodiversität; und
– regionale Sorten ernten, um die Transportwege zwischen Erzeugern und Konsumenten möglichst kurz zu halten.

Der dritte Punkt – ökologischer Landbau – wird im Bürgergarten ja sowieso durchgängig gelebt.