Erhaltet den Bürgergarten Idstein an seinem Standort
Bürgergarten Idstein soll an seinem Standort erhalten bleiben
Bitte unterstützt uns und unterschreibt die Petition.
Bitte unterstützt uns und unterschreibt die Petition.
Sehr geehrte Mitglieder des KUBA-Ausschusses,
sehr geehrte Fraktionsvorsitzende,
wir beziehen uns auf die Beschlussvorlage im Klimaschutz-, Umwelt- und Betriebsausschuss Drucksache 160/2026 („Fläche für das Projekt Bürgergarten Idstein“) vom 5. August 2026.
Wir nehmen positiv zur Kenntnis, dass die Vorlage die Arbeit der Bürgergartengesellschaft e. V. als „wertvollen Beitrag“ zum Erhalt alter Kulturpflanzensorten, zur Förderung der biologischen Vielfalt und zur Weitergabe gärtnerischen Wissens würdigt. Ebenso begrüßen wir das erklärte Ziel des Magistrats, die Vereinsarbeit langfristig zu sichern und hierfür „verlässliche sowie rechtssichere Rahmenbedingungen“ zu schaffen.
Gleichzeitig bitten wir Sie, die in der Vorlage gezogene Schlussfolgerung – dass die angebotene Ersatzfläche in der Unteren Gänswiese „gute Voraussetzungen“ für die Fortführung der Vereinsarbeit biete – inhaltlich noch einmal an den tatsächlichen Anforderungen des Idsteiner Bürgergartens zu messen.
Die Vorlage hebt hervor, dass der Verein durch einen langfristigen Pachtvertrag erstmals eine „auf Dauer angelegte vertragliche Grundlage“ erhält und dies „für beide Seiten Planungssicherheit“ schaffe. Diese Zielrichtung unterstützen wir ausdrücklich.
Planungssicherheit ist für ein ehrenamtlich getragenes Projekt elementar – aber sie ist nur dann wirksam, wenn der Standort auch die Funktion eines Bürgergartens tragen kann: als offener Nachbarschaftsraum, Naturerfahrungsraum und Ort der Teilhabe.
In der Beschlussvorlage wird die vorhandene Einfriedung positiv bewertet, weil sie die Fläche vor „Vandalismus, Diebstahl und unbefugtem Betreten“ schützen könne.
Aus Sicht eines Bürgergartens ist genau das der Zielkonflikt: Ein Bürgergarten lebt davon, dass Menschen niedrigschwellig dazukommen – spontan, ohne ein Tor zu öffnen, ohne den Eindruck „hier geht man nicht einfach rein“. Ein Zaun mag manchen Menschen Sicherheit suggerieren, er schwächt aber zugleich das zentrale Prinzip der Offenheit und des „Mitmach-Ortes“.
Die Vorlage begründet den Standortwechsel auch damit, dass der langfristige Vertrag dem Verein ermögliche, den Standort „nachhaltig weiterzuentwickeln“ und „notwendige Investitionen“ mit größerer Planungssicherheit vorzunehmen.
Wir teilen den Gedanken der Weiterentwicklung – müssen aber darauf hinweisen: Die angebotene Fläche entlang einer Verkehrsachse ist nach unserer Einschätzung keine geeignete Begegnungsstätte,
Die in der Beschlussvorlage angeführten Vorteile betreffen vor allem Rechtssicherheit, Verwaltung und Schutz – die Qualitäten, die einen Bürgergarten im Alltag tragen (Offenheit, Aufenthaltsqualität, spontane Begegnung), werden aus unserer Sicht zu wenig berücksichtigt.
Unser Anspruch ist ein offener Bürgergarten: ein Ort, der nicht nur gärtnerisch funktioniert, sondern im Stadtleben ankommt – als Lehr- und Lernort für Kindergärten und Schulen, als Veranstaltungsort für andere Vereine und Kleinkünstler, und als niedrigschwelliger Treffpunkt für Menschen aus der Nachbarschaft.
Die Vorlage stellt klar, dass die bislang genutzte Fläche im Rahmen der Überlegungen zum Flächenkonzept Hessentag 2027 freigehalten werden soll und die Stadt ein berechtigtes Interesse hat, dort „uneingeschränkt“ verfügen zu können.
Am 12. August 2026 gab es das erste Gespräch zwischen Stadtverwaltung und Verein, in dem offen und konstruktiv über Optionen zur Integration des Bürgergartens in den Hessentag und vor allem zum Erhalt über den Hessentag hinaus gesprochen wurde.
In diesem Gespräch haben wir erneut angeboten, dass die Stadt die Fläche in den Hessentag integrieren kann. Dieses Angebot ist verbunden mit der Bitte, möglichst viel vom einzigartigen Naturraum zu erhalten. Leider bevorzugt die Stadt bislang die Schaffung einer „geschotterten Multifunktionsfläche“ am aktuellen Standort des Bürgergartens.
Wir möchten betonen: ein über 10 Jahre gewachsenes Ökosystem lässt sich nicht einfach „umziehen“. Der Bürgergarten bietet einzigartige und vielfältige Strukturen, die Bäumen, Sträuchern und Blühflächen Raum bieten, aber auch geschützte Tiere wie Zauneidechsen, Ringelnattern und Wildbienen sind ein fester Bestandteil der Bürgergartenfläche. Ein Standortwechsel bedeutet daher nicht nur organisatorischen Aufwand, sondern zwangsläufig auch einen Bruch in der ökologischen Kontinuität. Der wertvolle Lebensraum an dieser Stelle ginge verloren – ein Verlust der ohnehin schon bedrohten Arten wäre massiv.
(Für eine detaillierte Einsicht in Alle Pflanzen, die wir bisher gesetzt haben, und die Insekten und Tiere, die davon profitieren – manche davon stehen auf der Roten Liste – finden Sie im Detail über den beigefügten Link: https://www.naturadb.de/listen/fthqavb3/)
Wir bevorzugen einen Neustart des Bürgergartens am bestehenden Standort, zumal es laut der Stadtverwaltung keine konkrete Anschlussplanung für die Fläche nach dem Hessentag gibt. Gerade deshalb halten wir es für sinnvoll, den Bürgergarten dort nach dem Hessentag wieder aufzubauen, statt ihn dauerhaft zu verlagern.
Damit der Neustart verlässlich und im Sinne aller Beteiligten gestaltet werden kann, schlagen wir vor, dass sich Stadt und Verein gemeinsam an einen Tisch setzen und die Kriterien für einen Neustart am bestehenden Standort zusammen definieren. Dabei können insbesondere Fragen zu Konzept, Erscheinungsbild, Nutzung, Öffnung und Teilhabe sowie zu den Erwartungen der Stadt und des Vereins besprochen und verbindlich festgehalten werden.
Wir bedauern sehr, dass erst nach Veröffentlichung der Beschlussvorlage mit uns über die Zukunft und die konkrete Ausgestaltung gesprochen wurde – gerade bei einem bürgerschaftlich getragenen Projekt hätte ein früher Dialog die Chance auf eine tragfähigere Lösung erhöht.
Eine Zustimmung zur Beschlussvorlage bedeutet aus unserer Sicht nicht die Rettung, sondern faktisch das Ende des Bürgergartens als Bürgergarten – die Ersatzfläche in der Unteren Gänswiese ist verwaltungstechnisch begründbar, geht aber an den Kernbedürfnissen (Offenheit, Begegnung, Verweilen, Nachbarschaft, Wissensvermittlung, Ökologie) vorbei.
Im Gespräch mit der Stadt wurden unsere Punkte ebenfalls gesehen. Als vorstellbare Alternative, aber seitens der Stadtverwaltung erst zu prüfende Option, wurde auch eine Verlegung des Bürgergartens in einen zu definierenden Abschnitt der Wörsbachaue besprochen.
Wir bitten Sie daher, die Eignung der Ersatzfläche Untere Gänswiese mit den hier bereitgestellten ergänzenden Informationen zur Beschlussvorlage neu zu bewerten. Wir zählen auf ihre Stimme!
Gerne stehen wir für einen Vor-Ort-Termin oder eine Anhörung in den Gremien zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Larissa Damjanovic
1. Vorsitzende Bürgergartengesellschaft e.V.
Katharina Ludwig
2. Vorsitzende Bürgergartengesellschaft e.V.
Alexander Haffner
Kassenwart Bürgergartengesellschaft e.V.
Die stets sinkende Zahl der aktiven Mitarbeiter/innen reicht nicht mehr aus um den Garten so zu bewirtschaften, wir wir es uns eigentlich vorstellen und wünschen.
Wenn im Herbst die bisherige erste und zweite Vorsitzende ihre Ämter aus persönlichen Gründen nicht weiterführen werden, wird bedauerlicherweise der Verein wohl aufgelöst werden müssen.
Die einzige Hoffnung ist, dass eventuell jemand von außen bereit ist, den Vorsitz zu übernehmen und einige Leser/innen zum bestehenden Team dazukommen.
Es macht wirklich Freude, gemeinsam mit anderen im Garten zu arbeiten, sich gegenseitig zu inspirieren und das ein oder andere auszuprobieren.
Also, nicht lange zögern, sondern einfach samstags ab 10 Uhr in den Garten kommen, oder per E-Mail oder Telefon Kontakt aufnehmen.
Es wäre doch schade, wenn es den Bürgergarten nicht mehr gäbe!
Die Bürgergärtnerinnen stehen schon seit einer Weile in den Startlöchern, um auch dieses Jahr wieder einen Pflanzenmarkt vorzubereiten.
Wir bieten Ihnen wie gewohnt Sorten an, die Sie nicht in jedem Geschäft kaufen können.
Außergewöhnliche Tomatensorten, Chilis, Physalis, Kürbis, Zucchini und manches mehr, alles in Bioqualität und samenfest, wird zur Zeit in liebevoller Arbeit auf den heimischen Fensterbänken vorgezogen.
Das Angebot wird dieses Jahr mengenmäßig etwas kleiner sein, damit möglichst keine Pflänzchen übrig bleiben werden.
Termin: 10.05.2025
Verkaufsbeginn: 11 Uhr
Ort: Bürgergarten Idstein (zwischen Schlossteich und Wörsbachaue)
Bitte Transportgefäße mitbringen!
Wir werden auch dieses Jahr wieder einen Gartenmarkt veranstalten und zwar am 18.05.2024 von 11.00 Uhr bis ca. 14.00 Uhr.
Das Pflanzenangebot wird etwas kleiner werden als gewohnt. Damit es aber trotzdem wieder eine schöne Veranstaltung wird, haben wir beschlossen, zusätzlich selbstgewonnene Samen sowie einige andere Artikel wie Öle und Cremes anzubieten.
Es lohnt sich in jedem Fall, zu kommen und zu stöbern.
Bitte bringen Sie eigene Transportgefäße mit, die auch Feuchtigkeit aushalten!
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und damit verbundene interessante Gespräche!
Wir beteiligten uns heute neben einigen Reparaturarbeiten im Garten an der Stunde der Wintervögel des NABU. Dem tristen Wetter und dem Regen zum Trotz zeigten sich einige geflügelte Bewohner des Gartens: Amseln, Kohl- und Blaumeisen, Rotkehlchen, Kleiber und Erlenzeisige tauchten auf, Stockenten und Nilgänse ließen sich beim Fliegen beobachten.
Neben den eingerichteten Futterstellen profitieren viele unserer heimischen Gartenvögel auch vom naturnahen Gärtnern: Was für manch einen nach Unordnung aussehen mag, ist für den Naturgarten ein wichtiger Bestandteil. Ausgeblühte Pflanzenstände bieten mit ihren Saaten eine Futterquelle für den Winter, außerdem dienen hohlstängelige Pflanzen Insekten als Winterquartier. Wir freuen uns, die Natur damit zu unterstützen. 😊