Sneak Preview Pflanzenbörse

Die Jungpflanzen sind vorgezogen und mittlerweile zum größten Teil zum Abhärten ins Gewächshaus oder sogar schon auf die diversen BürgergärtnerInnen-Terrassen und -balkone verbracht.

Die Eisheiligen, die am 11. beginnen, sind am 15. Mai auch schon wieder vorüber, so daß Sie und Ihr alle Neuerwerbungen der Pflanzenbörse nur Tage danach mit ziemlicher Garantie auf Frostfreiheit nach draußen bringen könnt.

Das Wetter soll auch mitspielen (jedenfalls wenn man bei drei Regentropfen nicht gleich zerrinnt – aber welcher Gartenfreund und welche Pflanzenfreundin tut das schon?). Und im Bürgergarten gibt es auch schon wieder viel Schönes zu entdecken, das sich bereits kräftig hervorgewagt hat.

Es steht also einem schönen Tag im Bürgergarten nichts entgegen bei der

1. Pflanzen- und Saatgutbörse

Samstag, 11. Mai 2019
10 – ?? Uhr

Wenn alles weg ist, ist Schluß.
Und wenn gegen 15 Uhr noch Pflanzen da sind und die angesagten stärkeren Regenfälle wirklich kommen sollten,
dann packen wir zusammen.

Das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz.

Und wer selbst was abzugeben oder einzutauschen hat,
bringt’s einfach mit und sucht im Bürgergarten ein neues Zuhause für die Grünen Freunde.

Kleinen optischen Vorgeschmack gefällig?
Aber gerne doch – hier ist er:

Erster Pflanzen- und Saatgutflohmarkt

Wer kennt das nicht: Das Frühjahr kommt mit Macht, und auf einmal explodieren die eben noch blattlosen Pflanzen im Garten und auf dem Balkon. Man freut sich darüber, wieviel sich selbst ausgesamt hat – und sticht doch ab und aus, was einfach zu viel geworden ist. Schade, wenn all diese Pflanzen dann auf dem Kompost landen.

Erster Pflanzen- und Saatgutflohmarkt

Premiere der Pflanzen- und Saatgutbörse
im Bürgergarten Idstein
am Samstag, 11. Mai
ab 10 Uhr

Hier kann jeder, der Samen oder Pflanzen nicht mehr im eigenen Garten oder auf dem eigenen Balkon unterbringen kann, diese zu Kauf oder Tausch anbieten.

Wer Saatgut oder Pflanzen anbieten will,
meldet sich wie bei einem Flohmarkt kurz und formlos
bis zum 6. Mai 2019 bei der Bürgergartengesellschaft e.V. unter
info@buergergartengesellschaft.de oder 06126/700 32 91 an.

Ein eigener Klapptisch o.ä. zum Verkauf ist mitzubringen.
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Kuchenspenden für ein Kuchenbuffet werden dankend entgegengenommen.

Die Bürgergärtner*innen haben selbst etliche Jungpflanzen aus ihrem eigenen ökologischen Saatgut gezogen.

Die schon im letzten Jahr bei den Besucher*innen des Bürgergartens so beliebte Johannisbeertomate, die besonders aromatische birnenförmige kleine Dominica und auch ganz seltene Alte Sorten wie Pfirsichtomaten werden gegen Spende abgegeben, so daß jeder seine eigene hoch aromatische und ertragreiche Pflanze mit nach Hause nehmen kann.

Da Tomaten außerdem Hummelmagneten sind, leistet man damit auch noch einen kleinen Beitrag gegen das Wildbienensterben.

Auch weitere Gemüsesorten und Kräuter gibt es von den Bürgergärtner*innen zu erwerben – wie immer garantiert aus Demeter-zertifiziertem oder eigenem ökologisch gewonnenen Saatgut gezogen.

Für das leibliche Wohl ist, wie mittlerweile ja schon guter Brauch im Bürgergarten, ebenfalls gesorgt.

Eindrücklicher Saisonauftakt

Haben Sie schon mal die Regenwurmdichte in Ihrem Garten und ein Bodenprofil aufgenommen?

Wir auch nicht.

Aber wir sind beeindruckt von dem, was Sepp und Irene Braun auf ihrem ökologisch bewirtschafteten Hof tun, um die Bodengesundheit zu erhalten und zu verbessern. Zum Wohle der Regenwürmer. Aber damit natürlich auch zum Wohle von Vieh, Ackerfrucht, Ertragsleistung und, letztlich, des Menschen.

Wir werden uns das eine oder andere, das man auch im Kleinen umsetzen kann, ganz sicher abgucken. Wir hoffen, das tun Sie auch.

Danke an alle, die uns geholfen haben, unseren Veranstaltungsauftakt der Saison zu einem derart gelungenen Abend werden zu lassen. Wir haben die Gespräche vor und nach dem Film sehr genossen und freuen uns, daß so viele unterschiedliche Aspekte des Gezeigten offenbar tiefen Eindruck und Anregungen zum Weiterdenken hinterlassen haben.

(Quelle des Titelbildes dieses Blogposts: www.denkmal.film/uploads/images/catalog_scr/der-bauer-mit-den-regenwuermern_src_4.jpg; Copyright: DenkmalFilm)

Der Bauer mit den Regenwürmern

Noch ist das Wetter für Veranstaltungen im Bürgergarten etwas zu frisch und etwas zu unbeständig. Darum haben wir uns etwas anderes überlegt, um schon jetzt im April unserem Motto gerecht zu werden, eine „Begegnungsstätte für Kultur und Hortikultur“ zu sein:

Wir haben einige Filme des Regisseurs Bertram Verhaag mit Vorführlizenz von der „Denkmalfilm“ erworben. Jeder davon dreht sich um ein Beispiel oder einen bestimmten Aspekt der Thematik „ökologische Landwirtschaft“ und/oder „Nachhaltigkeit im Umgang mit der Natur“.

Öffentlicher Filmabend - Eintritt frei

Dienstag, 16. April 2019
Gerberhaus Idstein (Löherplatz)

Einlaß ab 18.30 Uhr
Filmstart: 19 Uhr

Vor und nach dem Film ist bei einem Glas Wein
Gelegenheit für gute Gespräche und Erwerb von Heil- und Pflegeprodukten aus der Bürgergarten-Naturwerkstatt.

Wir beginnen unsere lose Reihe von öffentlichen Filmabenden für alle Interessierten mit dem Porträt des hochsympathischen Ehepaars Irene und Sepp Braun, die vor Dekaden auf ökologische Landwirtschaft umgestellt haben.

Sepp und Irene Braun sind seit 1984 Biobauern. Der Ökolandbau ist für die beiden eine Antwort auf die Frage des Klimawandels.

Während sich auf konventionell bewirtschafteten Äckern durchschnittlich 16 Regenwürmer pro m2 finden lassen, tummelt sich bei Sepp und Irene Braun ungefähr die 25-fache Menge. Dass sie die Lebensbedingungen der fleißigen Helfer berücksichtigen, versteht sich von selbst: ihre „Wohnungen“ werden nicht durch schwere Maschinen platt gewalzt und eine eigens gesäte Kleekräutermischung dient als Winterfutter für die kleinen Helfer.

Durch die erhöhte Bodenfruchtbarkeit erwirtschaften Sepp und Irene Braun weit mehr als ihre auf chemische Düngung setzenden Nachbarn.

Das spricht sich herum: selbst die Frau des senegalesischen Präsidenten kündigt überraschend ihren Besuch an.

(Textquelle: www.denkmalfilm.tv)

Reich beschenkt

Ist schon lange her, daß wir hier was gepostet haben.
Grund: Mit Erde unter den Fingernägeln tippt es sich schlecht auf der Computertastur.

Und wenn wir Bürgergärtner*innen uns entscheiden müssen zwischen Schreibtischarbeit im Zimmer oder Gartentätigkeit, dann zögern wir nicht lange und rennen in den Garten.

Denn es gibt auch sehr viel zu tun, selbst wenn erst die ersten zaghaften Keimlinge sprießen. Wir haben knapp 8 Tonnen Pflanzerde aufgebraucht, die wir in 2018 besorgt hatten. Damit sind die Beete zwar alle perfekt vorbereitet, aber unsere Kartoffelkisten müssen nach und nach raus und befüllt werden (die ersten vier Alten Sorten haben wir sogar schon gesetzt). Dafür haben wir noch 2 Tonnen Pflanzerde angekarrt – die auch schon wieder unter das Saatgut und die Saatkartoffeln gebracht sind.

Saatgut muß besorgt und Woche für Woche ausgebracht werden, je nach benötigter Bodentemperatur und Tageslänge/Sonnenscheindauer.

Und das alles kostet Zeit – und leider auch Geld, das so ein spendenfinanzierter Verein, wie es die Bürgergartengesellschaft ist, natürlich nur in begrenztem Maße aufbringen kann.

Umso dankbarer sind wir für die zahlreichen und großzügigen Sachspenden, die wir in diesen Wochen entgegennehmen durften:
Aus Wörsdorf erreichte uns das Angebot einer Bürgerin, uns am kommenden Wochenende 2 – 3 weitere Tonnen Pflanzerde zu spenden und sogar anzuliefern – dafür bedanken wir uns jetzt schon herzlich!

Ein freundlicher Spender oder eine freundliche Spenderin hat uns Steckzwiebeln in den Garten gebracht – was nicht nur dankbar angenommen wird, weil wir hier nicht selbst finanzieren müssen; sondern vor allem auch, weil der Spender oder die Spenderin unser Gedankengut mitträgt und sorgsam darauf geachtet hat, daß auch diese gespendeten Steckzwiebeln Demeter-Qualität haben.

Und auch die Firma Rieger-Hofmann hat uns freundlich unterstützt: mit Saatgut für einen breiten Schmetterlings- und Wildbienenblühsaum im Übergang zum Wolfsbachufer. Diese Spende ist deshalb so ökologisch wichtig, weil Rieger-Hofmann einer der ganz wenigen Anbieter ist, der darauf achtet, daß die Saatmischungen sich an Verbreitungsgebiet, Artenzusammensetzung und Dominanzverhalten der Pflanzen untereinander orientieren.