Winterruhe? – Von wegen!

Endlich kommt all der Regen vom Himmel, den wir im vergangenen Dürrejahr so dringlich gebraucht hätten.
Wir BürgergärtnerInnen sind aber ja zum Glück wetterfest, so daß wir auch in der aktuell etwas ungemütlicheren Jahreszeit fleißig werkeln.

Jede Menge unserer blühenden Beetpflanzen aus dem letzten Jahr haben sich selbst auf die Blühfläche ausgewildert, wo auch jetzt noch Ringelblume, Wiesenmargarite und Ackersenf eifrig blühen.

Und auch die neu gesetzten Zwiebelpflanzen können es kaum noch erwarten und spitzen schon sehr eifrig aus dem Boden.

Damit wir im kommenden Jahr noch mehr Pflanzen ziehen können, haben wir in diesem Winter bereits vier neue Hochbeete fertiggestellt.

Aber auch an die Tiere ist gedacht:

Die eher milden Temperaturen erlauben bisher durchgängig Baum- und Gehölzschnitt. Die dabei anfallenden Äste und Reiser können wunderbar für eine Vogelschutzhecke, eine sog. Benjes-Hecke verwendet werden.

Nichts ist einfacher, als so eine Benjes-Hecke selbst zu bauen – und nichts ist wirkungsvoller, wenn es darum geht, Vögeln, Kleinsäugern (wie z.B. Igeln) und Reptilien Unterschlupf, Nistraum und Winterquartier zu schaffen.

Und wer das Ganze wie wir BürgergärtnerInnen noch mit einer Trockenmauer ergänzt, hat den ökologischen Wert noch  mehr erhöht. Die Tiere, die die Hecke nutzen, wie auch der Wind werden Samen eintragen, die Mauer wie Totholzbereich über die Jahre begrünen werden – ein Augenschmaus auch für den Menschen.

Jetzt schon an die Wildbienen denken

Wer etwas für Wildbienen tun will, aber keine Stauden mehr pflanzen möchte, macht es wie wir Bürgergärtner und setzt für ganz kleines Geld Gehölze.

Pollenweide, Purpurweide und Immerblühende Mandelweide in räumlicher Nähe zueinander stellen sicher, daß die Wildbienenpopulation von März bis Oktober reich mit Pollen und Nektar versorgt wird.

Und wer Sorge hat, daß ihm die Weiden im wahrsten Sinne des Wortes über den Kopf wachsen:
Jede der o.g. Arten kann man problemlos auf etwa 2m Höhe halten, wenn man das möchte.
So läßt sich Salix megapollis, die Pollenweide, auch im (großen) Topf auf dem Balkon kultivieren.
Und Salix purpurea „Semperflorens“, die Immerblühende Mandelweide, läßt sich sogar im Kopfweidenschnitt ziehen – das sieht hübsch aus und hält den Anspruch an Platz sowie die Verschattung anderer Pflanzen in Grenzen.

Wintersonne

Die Sonnenblumen haben uns lange durch den Sommer und Herbst fröhlich leuchtend begleitet. Und das tun sie sogar jetzt noch – wenn auch in etwas anderer Form.

Denn unsere Singvögel freuen sich jetzt auf Zufütterung. Und in Upcycling und Umnutzung sind wir ja bekanntlich auch gut.

Daher gibt’s bei uns auf dem Weihnachtsmarkt SeedPops aus den fleißig eingesammelten Sonnenblumensamen – mit Amaranth zur Verfeinerung und „Geschmacksvariation“. Was wir Menschen für viel Geld im Reformhaus fürs Müsli kaufen, schmeckt den Vögel genauso gut – und die haben’s nötiger.

Saisonbezug

Adventszeit ist – leider – gerne auch mal Erkältungszeit.

Gut, daß wir auf dem Adventlichen Hoffest am Samstag wie auch auf dem Weihnachtsmarkt in der kommenden Woche auch Gurgel- und Inhalationslösung anbieten. Aus Römischer Kamille (Chamaemelum nobile L.) von Demeter-Qualität.

Bitte bleiben Sie gesund – und wenn Sie doch krank werden sollten: Wir haben Abhilfe für Sie!

Duftiger Blickfang

Kräuterspiralen ermöglichen die Schaffung von 3 – 5 Kleinklimazonen, in denen dann Pflanzen mit unterschiedlichen Boden-, Licht- und Wasser-/Trockenheitsansprüchen gedeihen können.

Sie lassen sich gut als Trockenmauerstrukturen erstellen, was den Zusatznutzen birgt, daß sich in den Fugen Schutz-, Nist- und Ruhezonen für Insekten, Echsen und andere Kleintiere ergeben.

Außerdem sieht das Ergebnis gut aus und duftet auch ganz wunderbar – bei uns ist es eine Mischung aus über 30 Würzpflanzen, die jetzt ihren Duft verströmen.

Vor dieses Ergebnis, auf das die BürgergärtnerInnen durchaus ein bißchen stolz sein dürfen, hatte Göttin Demeter allerdings schon einiges an Schweiß und Knochenarbeit gesetzt – angefangen vom Schlagen der Faulschieferbrocken im Steinbruch bei Steinfischbach.

Da ein Bild mehr als 1000 Worte sagt, erzählen wir die Entstehungsgeschichte des neuesten Hinguckers im Bürgergarten doch einfach in Bildern.

Erfolgreiche Kunstwandeln-Premiere

Eigentlich wünschen wir BürgergärtnerInnen uns ja seit Wochen nichts sehnlicher als Regen, Regen, Regen.

Zur gestrigen Premiere der losen Reihe „Kunstwandeln“ mit Werken und Skizzenbüchern von Manfred Lindner war er uns willkommen, der azurblaue Himmel – wie gemalt!

Auch der Termin – parallel zum „Tag des Offenen Denkmals“ mit dem Höfefest in der Weiherwiese – war offenbar gut gewählt. Über BesucherInnen-Mangel konnten wir uns auf jeden Fall nicht beklagen. Über die gut zwei Stunden der Kunstausstellung im Bürgergarten haben uns ca. 70 Interessierte besucht.

Und so mancher, der auf dem Weg zum Apfelweinfest war, hat doch lieber erstmal kräftig beim farbenfroh-appetitlichen Bürgergarten-Angebot zugegriffen (an dieser Stelle unser Dank für die Unterstützung von Der Weinladen).

Lindners Werke haben angeregte Gespräche und bewunderndes Staunen ausgelöst, so detailgetreu und realistisch bis in die kleinste Blatt- oder Insektenflügel-Ader hinein sind sie.

Lindner selbst (im obigen Foto im Gespräch mit BürgergärtnerInnen Sabine und Myriam) stand ebenso informativ wie sympathisch über die Stunden des Kunstwandelns den interessierten Gartengästen zur Verfügung…

… zu denen zu unserer freudigen Überraschung auch IZ-Redakteur Jung gehörte.
Wir sind gespannt auf seinen Zeitungsartikel.

Zeichnungen und Gemälde einmal nicht von hölzernen Rahmen, sondern von den natürlichen Vorbildern selbst eingerahmt – ein Konzept, das sich bei der Premiere seiner Umsetzung als genauso stimmig und besucher-attraktiv erwiesen hat, wie wir es uns erhofft hatten.

Objekte aus der Natur und regionale Künstler, die diese in der einen oder anderen Form als Inspiration wählen, gibt es mehr als genug.

Lassen Sie sich also überraschen, wen wir als nächstes mit seinen oder ihren Werken bei einer weiteren Auflage von „Kunstwandeln“ im Bürgergarten präsentieren.

Die Termine werden rechtzeitig in unserem Veranstaltungskalender bekanntgegeben.

MitBürger im Garten

„Dieses Bild hab ich doch schon mal irgendwo gesehen …?!“

Ja, stimmt – Ingo Bürger, der stadtbekannte Public Art-Künstler hat es bei uns im Bürgergarten gezeichnet, …
und wir haben darüber gebloggt.

Licht & Schatten
Formerfassung & Proportionen
Perspektive & Lage im Raum
Texturen & Linienarten

Wie macht der Mann das nur, dieser Idsteiner Public Artist Ingo Bürger, wenn er zum Beispiel die sich ständig sacht bewegenden Blätter im Bürgergarten skizziert?

Oder auf die gekrümmte Form der Straßenlaternen in der Altstadt eigentlich plane Objekte setzt – und auf einmal schaut uns so ein Auge bei unserem Altstadtbummel regelrecht hinterher?

 

Wer auch zeichnen lernen oder sich zeichnerisch weiter entwickeln will, kann sich alle 14 Tage sonntags bei Ingo Bürger wertvolle Hinweise, Kniffe und Ratschläge holen.

Direkt und unkompliziert – und in der freien Natur mit so wunderbaren und stimulierenden Objekten wie den Pflanzen, Tieren und Dingen im Bürgergarten.

Auf Hocker und Klappstuhl - Natur in Skizzen fangen

MitBürger im Bürgergarten – Zeichnen lernen von ganz leicht bis ganz schön knifflig

Sonntag, 19. August 2018 bis Sonntag, 29. Oktober
im 2-wöchigen Rhythmus
jeweils 11 – 13 Uhr
im Bürgergarten (wenn das Wetter mitspielt)

Jede/r kann mitmachen – vom Schüler- bis zum Seniorenalter

> Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen <<<

Aufrgund der Erfahrungen bitten wir um Voranmeldung über unser
Kontaktformular oder direkt an Ingo Bürger.

Bitte mitbringen:

  •  Klappstuhl ODER Hocker
  •  Zeichenpapierblock ODER Zeichenbogen mit fester, glatter Zeichenunterlage
  • trockene Stife (d.h. keine Fasermaler o.ä.) – je nach eigener Vorliebe
  • ggf. Radierer und Anspitzer

sonstige Materialien nach Vorliebe, Neugierde und Interesse

Und wer weiß – wenn genügend Begeisterte zusammenkommen, gibt’s vielleicht sogar eine Werkausstellung… ?

Wir lassen uns jedenfalls gerne überraschen und freuen uns auf möglichst viele MitBürger im Garten.