Hortus tranquilitatis

Wer einen Tag lang glücklich sein will, der betrinke sich.
Wer einen Monat lang glücklich sein will, der schlachte ein Schwein und esse es auf.
Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate.
Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner

Chinesisches Sprichwort

Vorankündigung "Bürger im Garten"

Ingo Bürger, im Idsteiner Land für und durch seine öffentlichen kalligraphischen und malerischen Arbeiten bekannt, hat unbestritten das Auge und die Geduld, die es für seine hoch-filigranen Naturzeichnungen braucht.

Wie auch der interessierte Laie seine eigenen dahingehenden Fertigkeiten noch besser ausbilden kann, verrät Bürger in losen Zeichenstunden der Reihe „Bürger im Garten“, die über den Sommer und frühen Herbst verteilt im Bürgergarten statt finden wird.

Termine werden hier, auf Facebook und in der Presse rechtzeitig bekanntgegeben.

Die Pflanzen explodieren zwar schier in ihrem aktuellen Wachstum.
Aber sie tun es still und leise und so sacht, daß das immer satter und reicher werdende Grün den Bürgergarten zu einem Hort der Ruhe werden läßt.

Wie sonst hätte so ein Kunstwerk wie das des Topinambur-Blattwerks so kunstvoll auf Papier abgebildet werden können, wenn der Künstler Ingo Bürger, der – wie passend – den Tag im Bürgergarten verbrachte, nicht diese Gelassenheit gespürt hätte, von dem unser gärtnerisches Miteinander wieder geprägt war.

Snack Attack

Nicht nur wir BürgergärtnerInnen freuen uns auf die Kinder, die uns am 19. Mai beim Bau unseres großen Wildbienen-Hotels helfen wollen. Auch die Pflanzen zeigen sich in schönster Pracht – knackig frisch auf den Gartentisch wird sicher auch der eine oder andere kleine Hunger der kleinen Baumeister zu stillen sein.

Die Erbsen sind zwar noch nicht ganz so weit, als daß sie morgen von unseren fleißigen kleinen Baumeistern genascht werden könnten. Aber sie zeigen sich schon vielversprechend und recken nicht nur die Ärmchen nach Kletterhilfen aus, die wir so langsam anbieten sollten; sondern drehen auch ihre Blütenköpfe ins Licht. Das verspricht leckere Zuckererbsen.

Der Spinat hingegen kann es offenbar kaum abwarten. Vor lauter Aufregung hat er schon Blütenstände angesetzt. Aber keine Sorge, in frühmorgendlicher Frühe haben wir sie heimlich wieder abgeknipst, damit die Pflanze nicht schießt, Nitrat anreichert und damit bitter wird. Nur ein paar Blütenstände stehen noch – wir wollen ja fürs kommende Jahr Demeter-Saatgut ziehen.

Und die Radieschen lassen sich ebenfalls nicht lumpen – das „-chen“ müßte man eigentlich aus ihrem Namen streichen: Das eine oder andere rote Kerlchen macht einem ausgewachsenen Radi inzwischen locker Konkurrenz.

Vorkoster Urteil:

Höchst delikat,
super frisch und
richtig gesund und lecker!

Mitmach-Aktion für kleine und große Naturforscher

Mitmach-Aktion für kleine und große Naturforscher

Bee‘s Inn – NAJU gründet bundesweite Hotelkette für Wildbienen

Am 19. Mai ab 14.00 Uhr bauen wir mit Euch zusammen ein Wildbienenhotel für den Bürgergarten. Jede/r von Euch bekommt eine kleine Überraschung für Naturforscher/innen geschenkt, die Ihr mit nach Hause nehmen könnt, um dort weiter zu beobachten, zu forschen und spannende Entdeckungen auf dem Balkon, im Garten und in der Natur zu machen.

 

Kommt einfach vorbei – wir freuen uns auf Euch und einen spannenden Nachmittag mit Euch!

19. Mai 2018 ab 14.00 Uhr
im Bürgergarten
Dammühlenweg, Idstein
(hinter dem Schloßteich)

© 2018, Naturschutzjugend (NAJU), Karlplatz 7, 10117 Berlin

Radieschen to go

Radieschen to go

Was für ein schöner Tag!

Danke an alle mitarbeitenden Bürgergärtnerinnen und Bürgergärtner und an alle Besucherinnen und Besucher, die dazu beigetragen haben.

Die ersten Jungpflanzen, die wir anbieten konnten, waren Radieschen. Ca. 80 Töpfchen mit Jungpflanzen hatten wir vorbereitet, und wir haben uns sehr über das Interesse gefreut. Idsteiner Radieschen haben sogar die weite Reise nach Regensburg angetreten, und wir drücken die Daumen, daß sie dort gut gedeihen.

Da wir ausschließlich biologische Saaten (Demeter) verwenden, ist gesichert, daß die Jungpflanzen ihre guten Eigenschaften weiter vererben – im Gegensatz zu den sterilen Pflanzen, die für gewöhnlich in Bau- und Supermärkten oder von Discountern angeboten werden. Das heißt, wenn man die Radieschen – anstatt sie aufzuessen – bis zur Blüte auswachsen lässt, kann man für das nächste Jahr aus den Samenschoten den Samen gewinnen. Wie das geht, erfahren Sie bei uns im Bürgergarten.

Wer gestern nicht kommen konnte: Bei uns im Bürgergarten ist es immer schön; kommen Sie doch am nächsten Samstag einfach vorbei oder halten Sie kurz bei uns an, wenn Sie auf Ihrem abendlichen Spaziergang am Bürgergarten vorbeikommen.

Mitgärtnern, mit uns im Schatten sitzen, ein Brot mit frisch geernteter Kresse essen – die einfachsten Dinge sind oft die schönsten.

Wir sind soweit!

Wir sind soweit!

Die Tage des Schraubens, Bohrens, Hämmerns, Sägens, Schneidens, Schippens und Schleppens sind (fast) vorüber. Als wir am 28. Oktober 2017 mit dem Einsetzen der Randbepflanzung begonnen hatten, verging kaum ein Wochenende, an dem wir nicht mit der Vorbereitung unseres Bürgergartens beschäftigt waren. Und nicht nur das Gestalten hat uns beschäftigt, nein, wir haben uns auch kennengelernt und Neues erfahren. Wir haben über Holzbestellungen gesessen, Pläne für den Bienen- und Tomatenunterstand entwickelt, ausgerechnet wieviel Füllmaterial für die Hochbeete gebraucht werden. Haben uns sehr über unsere regionalen Händler gefreut, die allesamt sehr kooperativ sind und uns vieles erst ermöglichten.

Als da waren Holzbau Reuter in Wüstems, Summary, Idstein, Verleihfix und Haus- und Gartenservice Stöhr in Niederems. Die Anschubfinanzierung der Stadt Idstein hat uns genauso geholfen, wie Spenden von BUND und der Unabhängigen Liste.

An diesem Wochenende hatte nun endlich das frostbedingte Warten ein Ende und wir konnten ca. 7,5 Tonnen Pflanzerde in die Hochbeete einbringen. Außerdem haben wir am Tomatenunterstand weitergearbeitet und den Bienenunterstand mit ökologischer Lasur gestrichen. Am frühen Vormittag wurde der Blühstreifen als Bienen- und Schmetterlingsweide eingesät und der Fahrradständer fertiggestellt.

Bevor wir kommendes Wochenende mit der direkten Aussaat beginnen, möchten wir die vergangenen Wochen seit dem 28. Oktober 2017 noch einmal Revue passieren lassen.

Bodenarbeiten von Mensch und Tier

Knackig kaltes, aber strahlend sonniges Winterwetter, eine Riesenladung lehmigen Bodenaushubs als Sachspende der Firma Stricker und ein Arbeitstag Zeit …

… eine ziemliche Herausforderung an Muskelkraft und Kälteresistenz.

Aber wenn ausreichend viele BürgergärtnerInnen mit anpacken und ausreichend flott arbeiten, dann ist der Erd-Haufen am Ende des Gartentages zu einer handhabbaren Größe zusammen“geschmolzen“.
Die Muskeln schmerzen zwar, aber sind warm geblieben.

Etliche der ebenso unschein- wie unverzichtbaren tierischen Helfer haben auch mal rausgeschaut.
Beste Voraussetzungen also dafür, daß die nährstoffreiche Beetschicht, die wir heute eingezogen haben, auch zu noch besserem, humösen Boden verarbeitet wird.

Danke an alle – Mensch und Tier!